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Eine neue Kirche für Kommern

Zuletzt aktualisiert am 19. Juli 2019 16:49 Uhr von Presse-Eifel

Am Sonntag, 21. Juli 2019 um 11 Uhr wird im LVR-Freilichtmuseum Kommern die Diasporakapelle aus Overath feierlich eröffnet – fast auf den Tag genau 68 Jahre nach der Eröffnung der Kirche in Overath am 22. Juli 1951. Im Anschluss wird eine Andacht in der Diasporakapelle gefeiert.

Neben der Vorsitzenden der Landschaftsversammlung Rheinland, Anne Henk-Hollstein, wird auch der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, an diesem besonderen Termin teilnehmen und sprechen.

Die Diasporakapelle wurde Ende der 1940er Jahre vom Architekten Otto Bartning, Mitbegründer der Bauhaus-Idee, entwickelt. Nach 1945 waren zahlreiche Flüchtlinge aus Schlesien in Overath im Rheinisch-Bergischen Kreis angesiedelt worden. Die Gottesdienste der nun stark angewachsenen evangelischen Gemeinde fanden bis zum Bau der Kirche 1951 provisorisch in den Sälen von Kino, Gasthof oder Schule statt.

Im Rahmen des Notkirchenprogramms von Otto Bartning wurden 33 Kirchen dieses Typs gebaut. In ganz Deutschland entstanden innerhalb des Programms über 100 Notkirchen.

Die Diasporakapelle ist Teil der Baugruppe „Marktplatz Rheinland“. Sie wird größtenteils im Erbauungszustand 1951 präsentiert, aber auch die späteren Veränderungen werden in verschiedenen Zeitschnitten gezeigt. Sie ist eines der Highlights des NRW-weiten Verbundprojektes „100 jahre bauhaus im westen“.

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