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„Er war jung und hieß Hans-Hubert…“

Hans-Hubert Schmidt dirigiert den Musikverein Vussem seit 30 Jahren – Ehrung durch Kreisdirigenten Walter Link: Dirigentennadel in Gold mit Diamant – Seit 50 Jahren im Verein aktiv

Mechernich-Vussem – Hans-Hubert Schmidt ist bereits 50 Jahre lang im Musikverein Vussem aktiv, seit 30 Jahren ist er dort Dirigent. Gemeinsam mit Musikern der befreundeten Vereine aus Strempt und Frohngau feierten die Vussemer das Jubiläum jetzt in ihrem Proberaum.

Kreisdirigent Walter Link kam als Vertreter des Volksmusikerbunds NRW zum Fest und überreichte Hans-Hubert Schmidt die Dirigentennadel in Gold mit Diamant. In Anerkennung der Verdienste sprach ihm die Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände diesen besonderen Dank für seine 30-jährige Tätigkeit in der musikalischen Leitung des Vussemer Vereins aus. Auch der Vereinsvorsitzende Franz-Josef Schmidt dankte dem Jubilar: „Durch das gemeinsame Musizieren sind das Gemeinschaftsgefühl und der Zusammenhalt untereinander sehr ausgeprägt“, sagt der, „dafür wollen wir Hans-Hubert herzlich danken.“

Hans-Hubert Schmidt ist mit Leib und Seele Musiker – und das schon von Kindesbeinen an: Die ersten Flötentöne bekam der heute 57-jährige „Hubba“, wie seine Freunde ihn nennen, von seiner Mutter Resel Schmidt beigebracht. Die Blockflöte hatte ihm sein Patenonkel Anno Hein geschenkt. Schmidt erzählt noch heute gerne von seiner Blockflöte und wie sehr er sie liebte – so sehr, dass er sie sogar mit auf das „stille Örtchen“ nahm. Einmal, so erinnert er sich, habe er sie auf der Heizung vergessen, was aber erst aufgefallen sei, als es im ganzen Haus nach Holz und Lack roch. Die „braune Schöne“, wie er sie nennt, hat Schmidt noch heute. Er spiele gelegentlich zur Weihnachtszeit darauf. Dass die Töne inzwischen deutlich schräger aus ihr erklingen, stört ihn dabei nicht sonderlich…

Mit acht Jahren lernte Hans-Hubert Schmidt Trompete zu spielen und nahm ab 1964 Unterricht bei Josef Luxen. Noch im gleichen Jahr trat er in den erst zwei Jahre alten Musikverein Vussem ein, wo er die zweite Trompete und später das erste Flügelhorn spielte. 1984 verstarb der Dirigent Josef Luxen unerwartet. „Für die Musiker brach damals eine Welt zusammen“, erinnert sich der heutige Vorsitzende Franz-Josef Schmidt. Als dann 1986 der Zapfenstreich zum Vussemer Feuerwehrfest unter der Leitung von Hans-Hubert Schmidt erklang, habe jeder gewusst, dass der Musikverein Vussem „wieder zurück“ sei.

„Zu einigen Musikvereinen hat man in all den Jahren gute Beziehungen aufgebaut“, berichtet Schmidt. Besonders gut seien die Kontakte zum Musikverein Strempt, mit dem es immer wieder schöne gemeinsame Auftritte und Konzerte gegeben habe. In guter Erinnerung geblieben sind Schmidt auch das Weinfest in Senheim im Sommer 1993 sowie einige Jahre später das Gemeinschaftskonzert auf dem Rochusplatz in Strempt, das damals Zuschauer und Musiker gleichermaßen begeistert habe.

Seit 2007 spielt Hans-Hubert Schmidt auch als erster Flügelhornist im Musikverein Frohngau, mit dem die Vussemer Musiker ebenfalls befreundet sind.

Gerne erzählt „Hubba“ auch Anekdötchen von vergangenen Auftritten. So etwa von einem Straßenfest, bei dem ein Hund sein Geschäft an seinem Trompetenkoffer erledigte. Oder, wie er einmal in der Hektik vergaß, den Trompetenkoffer zu schließen, und ein Passant daraufhin „aus Mitleid“ eine Mark in diesen warf. Er erinnere sich gerne zurück an die vielen Geschichten, so Schmidt. Die Musiker im Verein kommentieren dies häufig schmunzelnd mit den Worten: „Er war jung und hieß Hans-Hubert. Lang, lang ist’s her…“

pp/Agentur ProfiPress

Bildquellen:

  • Dirigent Vussem: pp/Agentur Profipress

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