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HJK besucht indische Partnerschulen

Zuletzt aktualisiert am 8. Mai 2015 19:04 Uhr von Presse-Eifel

Eifeler Delegation reiste nach Assam – Tief beeindruckt von Impressionen aus den Salvatorianer-Schulen – Schüler-Benefizlauf am Hermann-Josef-Tag, Montag, 18. Mai

 

 Kall-Steinfeld/ Indien – Eine Delegation des Steinfelder Hermann-Josef-Kollegs (HJK) hat gemeinsam mit weiteren deutschen Lehrerinnen und Lehrern ihre Partnerschulen in Indien besucht. Aus Steinfeld reisten Schulleiter Heinrich Latz mit seiner Frau Eleanor sowie die Lehrerin Diana Hoch in den Bundesstaat Assam, wo sie unter anderem die „Christ Jyoti School“ in Nagaon und Dhing sowie die Blindenschule „Jyoti Niketan“ in Guwahati kennenlernten. Die Schulen in Nagaon und Dhing werden von Salvatorianer-Patres betrieben.

 

Jetzt berichteten das Ehepaar Latz und Diana Hoch in einem rund 90-minüten Vortrag vor Eltern, Schülern und Lehrern des Hermann-Josef-Kollegs sowie Vertretern der Salvatorianer von ihrer Reise. Vermitteln konnten sie dabei einen intensiven Eindruck von den Partnerschulen. Beeindruckende Bilder und kurze Videosequenzen zeigten, dass die Salvatorianer vor Ort eine großartige Arbeit leisten, durch die Tausende von Jugendlichen eine Chance auf Bildung erhalten. „Es ist gut zu sehen, dass das Geld, das wir jedes Jahr am Hermann-Josef-Tag »erlaufen«, eine so sinnvolle Verwendung findet“, sagte eine Schülerin im Hinblick auf den Schüler-Spendenlauf, der am 18. Mai stattfindet.

 

Als Höhepunkt der Reise, so berichteten die drei Referenten anschließend, habe sich der Besuch der Jyoti Niketan Blindenschule herausgestellt. Zwar habe die Schulleiterin Schwester Shiny die Arbeit dort vor zwei Jahren bei einem Besuch in Steinfeld vorgestellt. Doch erst die Erlebnisse vor Ort hätten sie tief berührt, so die HJK-ler. Schwester Shiny hatte es wohl geahnt, denn sie prophezeite der Reisegruppe: „Heute werden Sie ein Wunder erleben, das Wunder der blinden Kinder.“ Die deutschen Besucher wussten zunächst nicht genau, was sie damit meinte. Während eines abwechslungsreichen Programms mit Tänzen und Gesängen aber wurde es schnell deutlich: die erstaunliche Selbstständigkeit und unbändige Lebensfreude der Kinder.

Tief beeindruckt waren die deutschen Gäste auch von der Herzlichkeit und Zuversicht der Familien, deren Kinder durch Spenden unterstützt werden. Unter welchen Bedingungen die Familien leben, konnten sie erleben, als sie Stipendiaten der Christ Jyoti School in ihrem Zuhause besuchten. „Die Kinder leben völlig anders als die Kinder hier in Deutschland“, berichtet Diana Hoch, „sie schlafen meist im Elternbett und besitzen sehr wenig.“ So hätten sie nicht nur kein eigenes Zimmer, sondern auch keinen Schreibtisch, an dem sie ihre Hausaufgaben machen können.

 

Eine der unterstützten Schülerinnen ist Barsha. Sie ist 13 Jahre alt und möchte Ärztin oder Ingenieurin werden. „Ich arbeite hart, um mein Ziel und das meiner Eltern zu verwirklichen und verbringe viel Zeit damit, für die Schule zu lernen“, zitierte Heinrich Latz das Mädchen. Für sie sei es nicht selbstverständlich, in die Schule zu gehen, denn die Familie könnte die Kosten ohne Hilfe nicht aufbringen, obwohl ihr Vater hart arbeite, und das nicht nur tagsüber, sondern auch nachts. Heinrich Latz: „Schulbildung und das Erlernen der englischen Sprache bieten Kindern wie Barsha die einzige Perspektive für eine bessere Zukunft.“

 

Das Steinfelder Hermann-Josef-Kolleg arbeite mit den Salvatorianer-Schulen in Berlin und Bad Wurzach zusammen. „Gemeinsam mit ihnen sowie dem Verein G.I.P.P. (German-Indian Partnership-Programme) unterstützen wir Kinder in Indien“, berichtete Schulleiter Heinrich Latz und ergänzte: „Wir freuen uns besonders, dass am 18. Mai, dem Fest des Namenspatrons unserer Schule, die Schülerinnen und Schüler des Hermann-Josef-Kollegs wie in jedem Jahr an einem Sponsorenlauf zugunsten der Partnerschülerinnen und -schüler in Indien teilnehmen.“

 

Diana Hoch/pp/Agentur ProfiPress

Bildquellen:

  • HJK Vortrag Indien: Michael Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

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