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„Ich wollte dich zum Essen einladen“ – Vorsicht vor falschen Enkeln

Zuletzt aktualisiert am 21. März 2019 11:13 Uhr von Presse-Eifel

Euskirchen (ots) – Das Telefon klingelt, im Display steht 
keine Nummer. Eine Seniorin hebt ab. Am anderen Ende der Leitung 
meldet sich eine männliche Stimme:

Unbekannter: „[Vorname der Frau], ich will dich heute einladen.“
Seniorin: „Wer ist denn da?“ Unbekannter: „Bist du heute zuhause?“ 
Seniorin: „Wer ist denn da?“ Unbekannter: „Ich bin gerade in Bonn und
könnte gleich noch vorbeikommen.“ Seniorin: „Sven, bist du es?“ 
Unbekannter: „Ja.“ Seniorin: „Du hörst dich so komisch an.“ 
Unbekannter: „Ich rufe aus einer Telefonzelle an. Ich wollte dich zum
Essen einladen.“ Seniorin: „Ich muss gleich in die Stadt.“ 
Unbekannter: „Wann bist du denn wieder da?“

So lief der Anruf bei einer Seniorin aus Euskirchen am
Mittwochnachmittag (15 Uhr) ab. Doch die 76-Jährige ließ sich nicht 
beirren. Sie legte einfach auf und kontaktierte ihren „richtigen“ 
Enkel über ihre Tochter. Dieser erklärte, dass er kein Telefonat mit 
der Oma geführt habe. Die Seniorin verständigte die Polizei und 
stellte Strafantrag.

Tipps Ihrer Polizei gegen den Enkeltrick:

   – Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht 
     selber mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern 
     fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst 
     zu nennen.
   – Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als 
     Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht 
     erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige 
     Verwandte/Bekannte wissen kann.
   – Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen 
     Verhältnissen preis.
   – Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen Sie
     sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Rufen Sie 
     die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten Nummer an 
     und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
   – Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: 
     Besprechen Sie dies mit Familienangehörige oder anderen Ihnen 
     nahe stehende Personen.
   – Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an 
     unbekannte Personen.
   – Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie 
     unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110.
   – Sind Sie bereits Opfer eines Enkeltricks geworden, zeigen Sie 
     die Tat unbedingt bei der Polizei an. Dies kann der Polizei 
     helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere Personen entsprechend 
     zu sensibilisieren und die Täter zu überführen.
   – Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta 
     Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter Sie
     gar nicht mehr ausfindig machen. Zum Ändern eines 
     Telefonbucheintrags wenden Sie sich an die Telekom.
   – Bewahren Sie Ihre Wertsachen, z.B. höhere Geldbeträge und andere
     Wertgegenstände nicht zuhause auf, sondern auf der Bank oder im 
     Bankschließfach.

Bildquellen:

  • Polizei Pressestelle: Polizei

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