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Jahrbuch 2016 des Kreises Euskirchen offiziell vorgestellt

LR Gewinner
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Seit vielen Jahren und immer im November hat Landrat Günter Rosenke einen Termin, den er traditionell in einer Buchhandlung oder einer dem Buch nahen Institution im Kreis Euskirchen wahr nimmt: Er stellt das „Jahrbuch des Kreises Euskirchen“ für das kommende Jahr vor. Jedes Jahr wird eine andere Location im Kreis als Schauplatz der Präsentation ausgewählt. In diesem Jahr trafen sich der Landrat und Sabine Preiser-Marian, stellvertretende Verlagsleiterin Weiss-Verlag, sowie etliche Autoren in der Buchhandlung Lesezeichen in Nettersheim.
„Das Jahrbuch ist im Kreis Euskirchen immer der Bestseller unter den Büchern eines Jahres. Ich bin sicher, dies wird auch beim ‚Kreisjahrbuch 2016‘ der Fall sein. Die Nachfrage ist so groß, dass die Bücher schon nach kurzer Zeit regelmäßig ausverkauft sind“, freut sich der Landrat über den großen Erfolg der Kreisjahrbücher. Sabine Preiser-Marian, die die Entstehung und Produktion der Jahrbücher seit vielen Jahren bestens kennt, weil der Weiss-Verlag sowohl Medienpartner des Kreises als auch Druckerei der Bücher ist, stellt zum Erfolg der Bücher fest: „Das Jahrbuch ist eine wichtige, interessante und auch spannende Informationsquelle für die Menschen im Kreis. Aus dem Buch erfahren sie vieles, was vor ihrer Haustüre geschieht.“

Zum zweiten Mal wurde in diesem Jahr der Wettbewerb „Junge Autoren“ ausgerufen. Angesprochen wurden Schülerinnen und Schüler zwischen 10 und 20, die eine Schule im Kreisgebiet besuchen. Die Jury, bestehend aus Klaus Ring (Redaktionsmitglied), Swen Weißer (Redaktionsmitglied), Alexandra Maus (ehem. Jugend- und Ausbildungsvertretung, Kreis Euskirchen), Christoph Leisten (Autor, Lehrer am Clara-Fey-Gymnasium Schleiden) und Sabine Preiser-Marian (stellvertretende Verlagsleiterin, Weiss-Verlag GmbH & Co. KG), sichtete die eingereichten Wettbewerbsbeiträge und ermittelt die Jahressieger aus den Altersklassen 10-13, 14-17 und 18-20 Jahre. Insgesamt wurden 10 Beiträge eingereicht. Acht Mädchen und zwei Jungen nahmen am Wettbewerb teil. In der Altersklasse 10-13 Jahre wurden drei Beiträge eingesandt, bei den 14-16 Jährigen fünf Beiträge und in der ältesten Altersklasse zwei Beiträge.
In der Altersklasse der 10-13 Jährigen gewann Hannah Rohrberg mit ihrer Erzählung „Vom Außenseiter zum Zugehörigen“. Jos Berens überzeugte in der Altersklasse der 14-17 Jährigen mit seiner Facharbeit über das ehemalige Führerhauptquartier in Bad Münstereifel-Rodert und Safiye Aktas (Alterklasse 18-20 Jährige) errang den ersten Platz mit einem Gedicht. Alle drei Gewinnerbeiträge sind selbstverständlich im aktuellen Jahrbuch zu finden. Zudem erhielten die Gewinner eine Urkunde von Landrat Rosenke sowie einen vom Weiss-Verlag gestifteten Gutschein. So darf sich Hannah Rohrberg über einen Baukasten ROBOTICS Mini Bots von fischertechnik freuen, Jos Berens erlebt im kommenden Jahr ein DTM-Rennen und Safiye Aktas bekommt zwei Musicalkarten für „Bodygard“ im Musical Dome Köln.

Das Buch umfasst 240 Seiten und ist in die Kapitel Historisches, Menschen, Aktuelles Zeitgeschehen, Kunst und Kultur, Natur und Umwelt, Junge Autoren, Erzählungen, Wissenswertes in Kürze sowie die Chroniken eingeteilt.
Das Titelbild zeigt in diesem Jahr das Kriegerdenkmal „Tempelchen“ auf dem „Ohligsköpfchen“ in Schleiden. Das Bild stammt von Frau Dagmar Berens (Medienzentrum des Kreises Euskirchen).

Das Kapitel „Historisches“ umfasst in diesem Jahr 12 Beiträge. Gerade die historischen Beiträge verlangen von den Autoren einen hohen Rechercheaufwand. So beschäftigte sich zum Beispiel Harald Bongart mit dem jüdischen Friedhof „Im Quecken“ in Bad Münstereifel. Manfred Konrads behandelt einen Prozeß aus der Franzosenzeit und Edgar Fass geht prähistorischen Fundplätzen in der Eifel nach.
Ein Beitrag ist in diesem Jahr in der Rubrik „Menschen“ enthalten. Herbert Born stellt hier den Fechter Hans Kühn vor.
Das Aktuelle Zeitgeschehen beinhaltet die Chronik von Vogelsang IP und den Bericht über die Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.
Im Bereich der Erzählungen haben es in diesem Jahr drei Beiträge in das Jahrbuch geschafft: Monika Schlösser reichte einen Kurzkrimi ein, Nadine Vogelsberg schrieb eine Kurzgeschichte und Fritz Koenn verfasste im Eifeler Platt.
Die Installation „Macht der Drei“ ist Inhalt der Rubrik Kunst und Kultur.
Mit dem Gartenschaupark in Zülpich schaffte es ein Beitrag in den Bereich Natur und Umwelt.
Im Bereich „Wissenswertes in Kürze“ werden Kurzbeiträge aus der Kreisverwaltung welche für die Chroniken zu ausführlich sind.
Die Chroniken der Städte und Gemeinden sowie des Kreises Euskirchen runden das Jahrbuch 2016 ab.

Das informative und unterhaltsame Buch ist ab sofort in allen Buchhandlungen im Kreis Euskirchen zum Preis von 5,80 Euro erhältlich.

Wettbewerb „Junge Autoren“ – die Gewinner im Jahrbuch 2016

Die Jury, bestehend aus Klaus Ring (Redaktionsmitglied), Swen Weißer (Redaktionsmitglied), Ulrike Junker (Jugend- und Ausbildungsvertretung, Kreis Euskirchen), Christoph Leisten (Autor, Lehrer am Clara-Fey-Gymnasium Schleiden) und Sabine Preiser-Marian (stellvertretende Verlagsleiterin, Weiss-Verlag GmbH & Co. KG) entschied sich für die folgenden drei eingereichten Beiträge:

Hannah Rohrberg, * 03.10.2005, 53881 Euskirchen, Gymnasium Marienschule Euskirchen
Begründung der Jury: „Vom Außenseiter zum Zugehörigen“ von Hannah Rohrberg hat in der Altersklasse der 10 – 13 Jährigen die Jury überzeugt. Das Bild eines Mädchens, was sich aufgrund von Ängsten gegenüber neuen Mitschülern nicht so gibt, wie es eigentlich ist, sondern durch Schweigen Zurückhaltung übt und damit sonderbar wirkt und ausgegrenzt wird, setzte die Jury in Analogie zur Situation einzelner Flüchtlingskinder in Deutschland. So fühle sich wahrscheinlich auch ein Flüchtlingsmädchen unter dem Eindruck der fremden Umgebung und wäre wahrscheinlich ebenso froh, wie das Mädchen Lara in Hannahs Geschichte, eine Freundin zu finden. Die Jury fand diese Erzählung wichtig und richtig, aber vor allem beispielhaft für menschlichen Umgang miteinander. Eine schöne Geschichte, die vorbildlich darstellt was Freundschaft bedeutet. (Sabine Preiser-Marian)

Jos Berens, * 09.07.1998, 53902 Bad Münstereifel, St. Angela Gymnasium Bad Münstereifel
Begründung der Jury: Eindeutiger Sieger in der Gruppe der 14 – 17 Jährigen war für die Jury der Sachtext des 1998 geborenen Jos Berens. Der Schüler des St. Angela Gymnasiums Bad Münstereifel hat sich der Geschichte seines Wohnortes Rodert während der NS-Zeit gewidmet und beschäftigt sich mit der Errichtung, Nutzung und Nachgeschichte eines der „Führerhauptquartiere“ Adolf Hitlers, das dieser während des Überfalls der deutschen Wehrmacht auf die Niederlande, Belgien, Luxemburg und Frankreich im Frühjahr 1940 vorübergehend als Befehlsstelle genutzt hat. Die Arbeit überzeugt einerseits durch ihre große Sicherheit im Umgang mit der insgesamt recht spärlichen Literatur, andererseits aber durch eine genaue Ortskenntnis der heute noch vorhandenen Spuren und Relikte, die Berens auch fotografisch dokumentiert hat. (Klaus Ring)

Safiye Aktas, * 19.10.1995, 53879 Euskirchen
Begründung der Jury: Safiye Aktas (Altersklasse 18 – 20 Jährige) beschäftigt sich in ihrem Gedicht mit einem der größten Themen der Lyrik, nämlich dem Thema der Liebe. Überzeugt hat die Jury, dass sie dabei auf eine poetisch bemerkenswert reife Weise die Gefahr eines klischeehaften Sprechens vermeidet und stattdessen originäre, überraschende und subtile Bilder entwirft. Eine Stärke des Gedichtes liegt darin, dass es gar nicht den Anspruch erhebt, letzte Weisheiten zu liefern. Der erste Vers eröffnet vielmehr eine Verstehensmöglichkeit, die nicht absolut gesetzt wird. Die daran anschließend entworfenen Bilder – das des Atmens, das des Rauchens, das des Feuers – entfalten auf ungewöhnliche Weise die geradezu gegensätzlichen, einander widersprechenden und den Leser auf bereichernde Weise irritierenden Erfahrungen, die mit dem Phänomen der Liebe verbunden sein können. Ursprünglich in türkischer Sprache geschrieben, hat die Autorin in der von ihr selbst verfassten Übertragung die letzten Verse hinzugefügt und darin eine mehrdeutige Zukunftsperspektive entworfen, die in bester Tradition zeitgenössischer deutschsprachiger Lyrik steht. Die Jury zeichnet damit einen Text aus, der in subtiler – manchmal auch ganz bewusst das Alltägliche streifender – Sprache, in präziser Bildlichkeit und in offener Formgebung zu überzeugen weiß. (Christoph Leisten)

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