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Kirmesbesuch (Düren) mit Folgen für Euskirchener

Zuletzt aktualisiert am 28. Juli 2014 15:26 Uhr von Presse-Eifel

Düren / Euskirchen (ots) – Mit Beginn der Annakirmes hat die Polizei auch die Durchführung ihrer verstärkten Maßnahmen begonnen. Trotz der massiven Präsenz konnten jedoch nicht alle Streithähne vor einer gegenseitigen Verletzung bewahrt werden. Gemeldet wurde auch der Verlust eines Smartphones. Die Polizei weist daher noch einmal eindringlich darauf hin, dass alle Besucher auf ihre Wertgegenstände achten sollten.

Der erste Kirmestag endete zwar wie geplant am Sonntagmorgen um 02:00 Uhr, jedoch mit einer größeren Schlägerei in der Rurstraße.

Eine Besuchergruppe im Alter von etwa 17 bis 30 Jahren befand sich gegen 01:00 Uhr per pedes auf dem Heimweg, als sie aus einem vorbeifahrenden Fahrzeug heraus angepöbelt wurden. Diese Provokation wurde seitens der Fußgänger aus den Gemeinden Vettweiß und Nörvenich erwidert, woraufhin die Situation eskalierte.

Die Pkw-Insassen stiegen aus dem Wagen aus und es kam zu einer Schlägerei, bei der ein stark alkoholisierter, 25 Jahre alter Mann leicht verletzt wurde. Die bereiften Beschuldigten flüchteten anschließend in ihrem Auto mit Aachener Städtekennung in unbekannte Richtung. Doch damit nicht genug, denn wenige Meter weiter trafen die Heimgänger auf eine weitere Personengruppe, mit der es ebenfalls zu einer verbalen Auseinandersetzung kam. Hier konnte jedoch eine Schlägerei durch die eintreffenden Polizeibeamten verhindert werden.

Unschön war der Sonntag auch für einen 22-Jährigen aus Euskirchen, der sich gegen 10:00 Uhr auf einer Bank in der Dr.-Overhues-Allee ausruhte. Zwei bislang unbekannte Täter hatten ihn in den Fokus genommen, nachdem sie zunächst unverdächtig an ihm vorbeigegangen waren. Am Ende kehrten sie aber zurück und während der eine den Euskirchener von hinten festhielt, verpasste der andere ihm einen Kopfstoß. Anschließend tasteten sie seine Bekleidung nach Wertgegenständen ab und flüchteten mit einem 10-Euro-Schein. Ihr Opfer, welches sie verletzt zurückließen, erstattete eine Strafanzeige.

Ebenfalls eine Strafanzeige erstattete gegen 23:30 Uhr eine 17-Jährige aus Düren, die sich auf dem Vergnügungsgelände mit ihrer ehemaligen 14-jährigen Freundin aus Eschweiler gestritten hatte. Die Jüngere schlug ihrer älteren Kontrahentin schließlich mit der flachen Hand ins Gesicht.

Ein größeres Polizeiaufkommen brachte dann die Konfrontation zweier Gruppierungen am Sonntagabend gegen 23:10 Uhr mit sich. Ein 32-Jähriger aus Aachen war eingangs mit einem 15-Jährigen aus Düren aneinander geraten, nachdem dieser ihn angerempelt haben soll. Der Versuch einer kommunikativen Lösung des Problems gipfelte in einer Strafanzeige zum Nachteil des Aacheners, da der Junge erklärte, von diesem eine Backpfeife erhalten zu haben. Aus dem Umfeld des Jugendlichen war es bereits während der Sachverhaltsklärung durch die Polizei zu einer Zusammenrottung mehrerer Personen gekommen, die Rache im weiteren Sinn ankündigten. Daher wurde mit den Angehörigen des vermeintlichen Geschädigten hinsichtlich gefährlicher Vorgehensweisen und daraus resultierenden strafrechtlichen Konsequenzen gesprochen, während der Beschuldigte aufgefordert wurde, das Kirmesgelände zu verlassen. So sollte ein erneutes Aufeinandertreffen der Parteien verhindert werden, um weiteren Straftaten direkt vorzubeugen.

Dieses Konzept schien für eine kurze Zeit erfolgreich aufzugehen.

Doch gegen 23:30 Uhr hatten die die Interessen des 15-Jährigen vertretenden Männer ihr späteres Opfer kurz vor Ende des Geländes eingeholt und ohne zu zögern auf ihn eingeschlagen und getreten. Der 32-Jährige ging zu Boden, wo er weiterhin von einer größeren Anzahl von Personen malträtiert wurde. Den Anweisungen der sofort eintreffenden Polizisten leistete auch nach mehrfacher Aufforderung keiner der Angreifer Folge, so dass schließlich nur unter Einsatz des Schlagstocks die Personen voneinander getrennt werden konnten. Der vormals Beschuldigte war nun Geschädigter einer gefährlichen Körperverletzung, während die jetzigen Tatverdächtigen teilweise von der Einsatzörtlichkeit flüchten konnten.

Aufgrund des vorangegangenen Einsatzes waren ihre Personalien allerdings bekannt, so dass nun auch gegen sie eine Strafanzeige gefertigt wurde.

Die Ermittlungen in dieser Sache dauern weiter an.

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