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Lebenshilfe HPZ ist „familienfreundlicher Arbeitgeber“

Ehrung HPZ Lebenshilfe

Wichtiges Kriterium bei der Sicherung von jungen Fachkräften – Lebenshilfe HPZ ist auch Mitglied in der Familiengenossenschaft

Zülpich-Bürvenich – Die gemeinnützige GmbH Lebenshilfe HPZ Bürvenich, Träger verschiedener ambulanter und stationärer Einrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung und hohem Unterstützungs- und Integrationsbedarf, darf sich nun auch in die Riege der „familienfreundlichen Arbeitgeber“ einreihen: Beim Unternehmerforum der VR-Bank Nordeifel im Gemünder Kursaal konnte Geschäftsführer Rolf Emmerich das begehrte Siegel der Bertelsmann-Stiftung entgegennehmen. Überreicht wurde es durch Prüferin Astrid Laudage. Sie hatte die Lebenshilfe HPZ auch während des mehrmonatigen Qualifizierungsprozesses begleitet und beraten. „Seit 2014 sind wir an der Familiengenossenschaft der VR-Bank beteiligt. Die Zertifizierung als familienfreundlicher Arbeitgeber ist die Abrundung unserer Anstrengungen auf diesem Gebiet“, sagt Emmerich.

Nachdem die 190 Mitarbeiter im Rahmen einer Betriebsversammlung umfassend informiert worden waren, erhielten sie einen Fragebogen zu Aspekten wie  Unternehmens- und Führungskultur, Kommunikation und Arbeitsorganisation. Mehr als ein Drittel der HPZ-Beschäftigten setzte sich „sehr sachlich und konstruktiv“, so Emmerich, mit den Arbeitsbedingungen auseinander. Dabei gab es Lob, aber auch Verbesserungsvorschläge für die Vereinbarkeit von Beruf und Familienleben.

An der Bestandsaufnahme beteiligt war eine Arbeitsgruppe, die sich aus Vertretern der Geschäftsführung, des Betriebsrates, der Heimleitung sowie aus Mitarbeitern der verschiedenen Sparten zusammensetzte. Zudem wurde eine Projektgruppe „Beruf und Privatleben“ ins Leben gerufen, die nun für mindestens ein Jahr weiter an der Familienfreundlichkeit arbeitet.

„Die Lebenshilfe möchte für jeden Mitarbeiter individuelle Lösungen anbieten können, die an sich der jeweiligen Lebenssituation orientieren“, erklärt Emmerich das familienfreundliche Personalmanagement. Das können beispielsweise flexible Arbeitszeiten und Sonderregelungen sein, um die Doppel- und Mehrfachbelastung etwa bei Geburt oder Pflege auszugleichen.

Dabei baue die Lebenshilfe auf den Rückhalt durch die von der VR-Bank Nordeifel gegründete Familiengenossenschaft Nordeifel-Euskirchen, der bereits 30 Institutionen und Unternehmen angehören. Ob Kinderbetreuung, Pflege und Demenz, belastende Lebenssituationen, Gesundheitsfragen oder haushaltsnahe Dienstleistungen: Die Familiengenossenschaft organisiert konkrete Hilfe für Arbeitnehmer und ihre Angehörigen vor Ort.

Hintergrund all dieser Bemühungen sind der demografische Wandel und der damit verbundene und sich bereits abzeichnende Fachkräftemangel. „Der Fachkräftemarkt der Zukunft liegt nicht mehr in der Eifel, sondern außerhalb, etwa in Bonn oder Köln“, sagt Emmerich im Hinblick auf die Überalterung der Gesellschaft im ländlichen Raum. Dank der Familiengenossenschaft und der innerbetrieblichen Bemühungen um Familienfreundlichkeit könne es aber gelingen, den „Standortnachteil Eifel“ in einen Vorteil umzuwandeln. Emmerich: „Wir hier in der Eifel können viel individueller auf den einzelnen Mitarbeiter eingehen als große Firmen in den Großstädten.“ Diese verlässliche Hilfe in schwierigen Lebensphasen, gepaart mit günstigen Grundstücks- und Immobilienpreisen, seien wichtige Faktoren für junge Familien und somit ausschlaggebend für junge Arbeitnehmer, in der Region zu bleiben oder sich hier niederzulassen.

pp/Agentur ProfiPress

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