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Schülertransport Mechernich-Bad Münstereifel

Zuletzt aktualisiert am 28. März 2018 20:48 Uhr von Presse-Eifel

Waasem wirft Schick und Hambach Rosinenpickerei vor
Der Mechernicher Bürgermeister Hans-Peter Schick und sein Beigeordneter Thomas Hambach kritisierten jüngst die Kostenbeteiligung ihrer Stadt für Buslinien, die Schüler aus Mechernich unter anderem zu Bad Münstereifeler Schulen transportieren.
„Dass seit vielen Jahren Schüler aus Mechernich zu Schulen in Bad Münstereifel wechseln, spricht für unsere Schulen und die gute Arbeit, die dort gemacht wird“, ist sich SPD-Mann Thilo Waasem sicher, der für Bad Münstereifel im Kreistag sitzt.
Seiner Meinung nach würden es sich Schick und Hambach zu leicht machen, wenn sie das Thema allein auf die Frage der Schülerbeförderung reduzierten.
„Hier geht es eigentlich um Schulpolitik. Eltern melden ihre Kinder seit Jahren an Bad Münstereifeler Schulen an. Und da sind der Bürgermeister und sein Beigeordneter nicht mehr bereit für ihre Kinder zu zahlen“ so Waasem.
Bad Münstereifel habe als Träger der Schulen, die auch von Schülern aus Mechernich besucht werden, hohe Kosten, für die die Kurstadt durch die Stadt Mechernich keinerlei Entschädigung erhalte.
„Und sich jetzt auch noch über die Kosten der Schülerbeförderung zu beschweren, ist völlig daneben. Mechernich kann sich nicht die Rosinen raus picken“ ärgert sich Waasem über die Mechernicher Initiative.
Es könne laut Waasem nicht sein, dass die Stadt Mechernich einerseits ihre Kinder auf Kosten der Stadt Bad Münstereifel beschulen lasse und sich im Gegenzug auch noch den Transport von der Kurstadt bezahlen lassen wolle.
„Aber vielleicht geht es den beiden Herren auch darum, die Kinder über den Umweg der Schülerbeförderung auf Mechernicher Schulen zu lenken. Das wäre allerdings ein krasser Angriff auf die Freiheit der Eltern, die Schule ihrer Kinder frei zu wählen“ spekuliert Waasem über die Motive in Mechernich.
Waasem befürchtet, dass der Kampf um Schüler im Kreis Euskirchen ausgebrochen sei.
Auslöser für die Mechernicher Initiative ist ein ähnlicher Fall in Zülpich. Dort ist Bürgermeister Ulf Hürtgen eine Buslinie ein Dorn im Auge, die Kinder von Zülpich zur Gesamtschule in Weilerswist fährt.
„Da sich die Bürgermeister bisher nicht auf eine kreisweite Schulentwicklungsplanung einlassen wollten, fährt man jetzt anscheinend die Krallen aus. Ich habe den Eindruck, dass man die eigene Schullandschaft zu retten versucht, in dem man es Eltern schwer machen will, ihre Kinder auf andere Schulen zu befördern. Unter diesem drohenden Schulkannibalismus der Kirchturmfürsten dürfen aber nicht die Eltern und Kinder leiden“ spricht sich Waasem für den Erhalt der Wahlfreiheit der Eltern aus.
Der kurstädtische SPD-Abgeordnete will sich im Kreistag für den Beibehalt der Linien einsetzen. Die Bad Münstereifeler Bürgermeisterin, Sabine Preiser-Marian, fordert er auf, sich unter den Bürgermeistern auch dafür stark zu machen.

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