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Segelflugzeug abgestürzt – schwierige Rettung des Piloten

kreisfeuerwehrverband euskirchen e v

Dahlem (ots) – Es waren bange Stunden für den Piloten eines Segelflugzeugs: Am Freitagabend sackte die Maschine des 76-Jährigen offenbar beim Landeanflug auf den Flugplatz „Dahlemer Binz“ ab und verfing sich in einem Baumwipfel. Der Pilot konnte erst durch Höhenretter der Aachener Berufsfeuerwehr aus seiner misslichen Lage befreit werden, nachdem das Flugzeug stabilisiert worden war.

Gegen 17.40 Uhr wurden die Feuerwehren aus Schmidtheim und Dahlem unter der Leitung von Gemeindebrandinspektor Winfried Warler zu der Absturzstelle alarmiert. Rund 200 Meter vom Flugplatzgelände entfernt befand sich das Flugzeug in Seitenlage in einer Höhe von rund zwölf Metern. Nach Angaben des stellvertretenden Kreisbrandmeisters Walter Wolff beabsichtigte man zunächst, die Pilotenkanzel von einem Drehleiterkorb aus zu erreichen. Doch die Drehleitern aus Stadtkyll und Schleiden konnten auf dem weichen Waldboden nicht eingesetzt werden, so dass Höhenretter aus Aachen angefordert werden mussten.

Ein Teil der spezialisierten Berufsfeuerwehrleute wurde mit dem Rettungshubschrauber Christoph Europa 1 aus Merzbrück eingeflogen. Parallel dazu wurde der Bundeswehr-Hubschrauber „SAR 41“ aus Nörvenich alarmiert, der mit einer Winde zur Luftrettung ausgestattet ist. Vor Ort entschied man sich jedoch von dieser Option Abstand zu nehmen, da die Gefahr bestand, dass die Abwinde der Rotorblätter die Lage des instabilen Segelflugzeugs ggf. hätten verschlechtern können.

Zwischenzeitlich war auch ein angeforderter Autokran vor Ort, der über einen Allradantrieb verfügte und vorsichtig in den Wald gesteuert wurde. Am Flaschenzug des Auslegers hängend, sicherten die Höhenretter zunächst das Segelflugzeug, bevor der 76-jährige Pilot zum Boden hin abgeseilt werden konnte. Er blieb unverletzt.

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