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SPD diskutierte Flüchtlingspolitik mit Fachpublikum und interessierten Gästen

Zuletzt aktualisiert am 9. März 2016 19:32 Uhr von Presse-Eifel

Kreis Euskirchen. Die Flüchtlingssituation ist derzeit das bestimmende Thema in Politik in Medien. Die SPD im Kreis Euskirchen hat aus diesem Grund eine Themenreihe unter dem Motto „Lassen Sie uns darüber reden“ gestartet. Die ersten Veranstaltungen fanden in den letzten Tagen in Euskirchen und Zülpich statt. Der SPD-Kreisvorsitzende Markus Ramers zieht ein positives Fazit: „Wir erleben in Gesprächen mit der Familie oder im Bekanntenkreis, dass es ein großes Bedürfnis gibt, sich über das Thema Flüchtlinge auszutauschen. Deshalb haben wir diese Themenreihe ins Leben gerufen. Mit einem so großen Interesse hatte ich nicht gerechnet, die Veranstaltungen waren sehr gut besucht und es gab jeweils einen spannenden Austausch.“

Am Donnerstag, den 03.12., verfolgten über 60 Gäste die Podiumsdiskussion mit Helga Kühn-Mengel (SPD-Bundestagsabgeordnete), Barbara Fischer (DRK Kreisverband Euskirchen), Andrea Mirbach (Flüchtlingshilfe Hellenthal) und Erdmann Bierdel (Leiter der Abteilung Jugend und Familie bei der Kreisverwaltung Euskirchen) zum Thema „Die Flüchtlingssituation im Kreis Euskirchen“ im Euskirchener Casino. Am Montag, den 07.12., standen die Herausforderungen der Unterbringung von geflüchteten Menschen für Kommunen und Land im Vordergrund. In einem informativen Vortrag erläuterte der stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Thilo Waasem vor rund 30 Gästen in der Zülpicher Martinskirche den Ablauf eines Asylverfahrens, wichtige gesetzliche Grundlagen und die Auswirkungen des Flüchtlingszustroms auf Wirtschaftswachstum oder Kriminalitätsrate.

 

In den beiden Veranstaltungen des SPD-Kreisverbandes kamen unterschiedliche Aspekte und Perspektiven zum Thema Flüchtlinge zur Sprache. Helga Kühn-Mengel konnte als Podiumsgast zu den aktuellen Gesetzesoffensiven der Bundesregierung und den politischen Hintergründen berichten, Erdmann Bierdel erläuterte das Konzept der Gastfamilien zur Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen und Andrea Mirbach von der Flüchtlingshilfe in Hellenthal sowie Barbara Fischer von der Integrationsagentur des DRK konnten ganz konkrete Erfahrungen aus der täglichen Arbeit mit den Geflüchteten beisteuern. Andrea Mirbach berichtete sehr lebhaft vom Engagement der Flüchtlingshilfe in Hellenthal: „Vor einem Jahr haben wir den Flüchtlingshilfe Verein in Hellenthal gegründet, aus einem losen Zusammenschluss von Menschen aus Hellenthal, die sich für das Wohl der Flüchtlinge einsetzen. Man muss sich immer wieder deutlich machen, dass die Flüchtlinge nicht zum Vergnügen hierher nach Deutschland gekommen sind, sondern weil in ihrer Heimat oft ihr eigenes Leben bedroht ist und sie täglich Gewalt ausgesetzt sind.“

Die Gäste beteiligten sich bei beiden Veranstaltungen rege an der Diskussion; unter ihnen viele, die durch Beruf oder Ehrenamt ebenfalls mit der Flüchtlingsproblematik beschäftigt sind (Vertreterinnen und Vertreter von Parteien, Verwaltungen, Sozialverbänden, Kirchen, der Bundeswehr und Flüchtlingsinitiativen). Auch ein Gast aus Tunesien, der selbst über das Mittelmeer nach Europa geflüchtet war und sich jetzt für neu-ankommende Flüchtlinge einsetzt, beteiligte sich an der Diskussion und dankte allen, die mithelfen, die Flüchtlinge hier bestmöglichst aufzunehmen.

 

Ramers kündigte an, die Themenreihe im kommenden Jahr fortzusetzen: „Mir ist dieser ehrliche Dialog sehr wichtig. Nur so können wir die Gesellschaft zusammenhalten und Ängste nehmen. Das Thema wird uns auch in den nächsten Jahren weiter beschäftigen – neben der Unterbringung kommt es dann vor allem darauf an, wie wir die Menschen integrieren.“

Zusätzlich zur Veranstaltungsreihe hat der SPD-Kreisverband eine Informationsbroschüre zur aktuellen Flüchtlingssituation herausgegeben. Die von Markus Ramers und Thilo Waasem zusammengestellten Hintergründe und Fakten sind sowohl in gedruckter Form bei der SPD-Geschäftsstelle als auch zum digitalen Download über die Homepage der Sozialdemokraten verfügbar.

Handout Fluechtlinge EU final (.pdf)

Bildquellen:

  • Euskirchen0312: SPD Kreis Euskirchen

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