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Straßen.NRW will L182 ohne Radweg ausbauen

ADFC fordert Politik auf, die Ausbaupläne zu stoppen – Ausbau nur mit Radweg

Bonn/Rhein-Sieg, 29. Oktober 2018 – Als unverantwortlich hat der ADFC den geplanten Ausbau der L 182 zwischen Bornheim und Swisttal-Heimerzheim ohne Bau eines begleitenden Radwegs kritisiert. „Es ist uns absolut unverständlich, wie der Regionalrat Köln auf seiner nächsten Sitzung am 31. Oktober die Verbreiterung der Landstraße beschließen will, ohne einen begleitenden Radweg zu bauen“, kritisiert Dr. Georg Wilmers, verkehrspolitischer Sprecher des ADFC für den linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis. „Wir fordern die politisch Verantwortlichen auf, der Sanierung der L 182 zwischen Bornheim und Heimerzheim nur zuzustimmen, wenn gleichzeitig auch ein Radweg gebaut wird. Ansonsten muss die Politik die Ausbauplanung stoppen.“

Die L 182 ist in diesem Abschnitt insgesamt nur 5,50 bis 5,70 Meter breit und soll bei der Sanierung nur geringfügig auf etwa 6,50 Meter verbreitert werden, um keinen Grunderwerb tätigen zu müssen. „Zweispurige Landstraßen mit Fahrbahnbreiten von unter 3,50 Meter erlauben im Gegenverkehr kein sicheres Überholen von Radfahrern mit ausreichendem Mindestabstand“, kritisiert Dr. Wilmers. Das sei nicht hinnehmbar, weil die Landstraße auch für den Radverkehr eine zunehmende Rolle als örtliche Verbindung zwischen Heimerzheim und Bornheim sowie als Verknüpfung der quer verlaufenden Radrouten spielt. „Die L 182 wird als direkte, befestigte Verbindung zwischen Bornheim und Heimerzheim auch von Radfahrern genutzt“, so Dr. Wilmers. „Zudem führt auch das Netz der Radregion Rheinland in diesem Abschnitt über die L 182“, betont ADFC-Kreisvorsitzende Annette Quaedvlieg.

„In der heutigen Zeit sollte bei solchen Landstraßen, die auch für den Radverkehr wichtige Verbindungsstrecken darstellen, der Bau eines Radweges im Zuge von Sanierungsarbeiten selbstverständlich sein“, fordert die ADFC-Vorsitzende. Dass Straßen.NRW nicht selbstverständlich einen Radweg mitgeplant und Wünsche aus der Politik nach einem Radweg ignoriert hat, ist für den ADFC unverantwortlich. Deshalb fordert der ADFC die Politik auf, die Planung am Mittwoch zu stoppen und die Straßenbaubehörden aufzufordern, die Sanierung nur bei einem gleichzeitigen Bau eines Radweges durchzuführen. Dafür sollte auch eine Verzögerung der Maßnahme in Kauf genommen werden. „Die Sicherheit der Radfahrer geht da eindeutig vor. Wir haben schon zu viele Verkehrstote auf den Landstraßen zwischen Bornheim und Swisttal/Weilerswist zu beklagen“, so Quaedvlieg.

„Das ist ein weiteres Beispiel für die rein autoorientierte Verkehrsplanung in Deutschland und der Region“, kritisiert die ADFC-Vorsitzende. „Es wird viel Geld investiert, um den Kfz-Verkehr zu beschleunigen, was zusätzlichen Verkehr anzieht. Es muss selbstverständlich werden, dass Behörden in NRW bei Straßenausbauten einen Radweg automatisch mitplanen.“ Dass dies nicht geschieht, zeige deutlich, dass die Ankündigungen aus der Politik, den Radverkehr zu fördern, nur Lippenbekenntnisse sind.

Bildquellen:

  • ADFC: ADFC Bonn/Rhein-Sieg

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