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Verkehrsunfallstatistik des Kreises Euskirchen für das Jahr 2015

Zuletzt aktualisiert am 12. Februar 2016 19:37 Uhr von Presse-Eifel

Die Anzahl der Verkehrsunfälle erhöhte sich um 333 Unfälle (+8,02 %)

12 Verunglückte weniger als im Vorjahr

Höchste festgestellte Blutalkoholkonzentration lag bei 3,78 ‰

 

Die Verkehrsunfallzahlen im Kreis Euskirchen sind insgesamt im Jahr 2015 gestiegen.

Mit 4.483 (4.150) registrierten Verkehrsunfällen haben sich in diesem Jahr 333 Unfälle mehr ereignet als 2014. Dies entspricht einer Zunahme von 8,02 %.

Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschäden stieg gering um 1,5 % von 667 auf 677.

 

Im Kreis Euskirchen verunglückten 891 (903) Personen bei Verkehrsunfällen, dies sind 12 Personen weniger als im letzten Jahr.

Im Jahr 2015 wurden auf den Straßen im Kreisgebiet bei 12 (15) Unfällen 15 (15) Menschen durch Verkehrsunfälle getötet.

Die Zahl der Schwerverletzten sank im Jahr 2015 von 245 auf 228 Personen (-17).

Die Zahl der Leichtverletzten veränderte sich von 643 auf 648 Verletzte (+ 5).

Im Nordkreis ereigneten sich ca. 61 % und im Südkreis ca. 39% der Unfälle.

 

Die Unfälle mit schweren Unfallfolgen (Tote und Schwerverletzte) sind in beiden Kreisen ungefähr gleich hoch; eine deutliche Verschiebung zeichnet sich allerdings mit Nord-Süd-Gefälle bei den Leichtverletzten ab.

 

VU mit                        Toten             SV              VJ             LV                VJ

Nordkreis                   6                      113(49%)= 117          429(66 %)= 416

Südkreis                     9                      115(51%)= 122          219(34 %)= 183

 

Wildunfälle

Insgesamt ereigneten sich 945 Wildunfälle (+101 Unfälle zu 2014). Dies ist ein Anteil von    21,1 % aller Verkehrsunfälle im Kreis. Bei diesen Unfällen wurden 10 Personen verletzt (4 Schwerverletzte, 6 Leichtverletzte).

 

Kinder

Auf den Straßen des Kreisgebietes verunglückten 59 Kinder im Jahr 2015, dies ist 1 Kind mehr als 2014.

Seit Jahren besteht für Kinder das höchste Verunglücktenrisiko als Mitfahrer in einem PKW, diese Verkehrsbeteiligung rangiert auch 2015 wieder an 1. Stelle vor den Verkehrsbeteiligungen Radfahrer (Platz 2) und Fußgänger (Platz 3).

2014 ist kein Kind bei einem Verkehrsunfall getötet worden (2014=2).

 

Junge Fahrer

 Die Verunglücktenzahl sank im Jahr 2015 von 177 Personen auf 154 (-23). Es starben vier Menschen aus dieser Altersgruppe.

Für diese Altersgruppe besteht weiterhin die höchste Gefährdung in einen Unfall verwickelt und verletzt zu werden.

In den letzten fünf Jahren ereignete sich kein Unfall im Rahmen des „Begleitetes Fahren mit 17“ im Kreis Euskirchen.

 

Senioren

Im Jahr 2015 verunglückten weniger Senioren als im Vorjahr (2014=133, 2015= 108)

2015 kamen wie im Vorjahr drei Senioren im Straßenverkehr ums Leben (1 PKW-Führerin und der Mitfahrer, 1 Radfahrerin).

 

Radfahrer und Fußgänger

Bei den Radfahrern stieg die Verletztenzahl um 28 im Jahr 2015 auf 136 (Vorjahr 108).

Bei den Fußgängern erhöhte sich die Verunglücktenzahl von 60 auf 63 (+4,76%).

 

Motorradunfälle

2015 verunglückten wieder deutlich weniger Motorradfahrer als 2014.

Die Gesamtzahl der verunglückten aktiven Motorradfahrer (Hubraum über 125 cm³ o. einer Nennleistung von mehr als 11 kW) im Kreis Euskirchen betrug

  • 2010: 90,
  • 2011: 84,
  • 2012: 69,
  • 2013: 78,
  • 2014: 84 Verunglückte und im Jahr
  • 2015: 73,

das bedeutet eine Abnahme um 13,1 %.

Im Jahr 2015 wurden im Kreis Euskirchen 2 Kradfahrer bei einem Verkehrsunfall getötet, dies ist ein Kradfahrer weniger als im Jahr 2014.

 

Alkohol als Unfallursache

2015 ereigneten sich unter Alkohol-/Drogeneinfluss 81 Unfälle (2014: 74), davon 25 (2014: 25) Unfälle mit Personenschaden.

In der Kreispolizeibehörde Euskirchen wurden 201 Maßnahmen nach Alkohol- und Drogenfahrten getroffen.

Es wurden 18 (39) Fahranfänger, bei denen ein absolutes Alkoholverbot besteht, mit Alkoholisierung festgestellt.

 

Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort

Die Gesamtzahl der VU-Fluchten erhöhte sich auf 712 Unfälle (699), die Aufklärungsquote betrug in diesem Zeitraum 58,01 % und verbesserte sich erheblich (VJ 53,36 %).

Die Anzahl der VU-Fluchten mit Personenschaden stieg leicht sich von 41 auf 46 Unfälle bei einer herausragenden Aufklärungsquote von 78,26 % (VJ 65,85 %).

 

Verkehrsüberwachung

 Bei Verkehrsüberwachungsmaßnahmen der Kreispolizeibehörde Euskirchen wurden 30.452 (29.851) Verstöße geahndet. Dabei wurden 2015 € 507.964,99 €, d.h. 27.919,43 € mehr als im Vorjahr (480.045,56 €), Verwarnungsgelder erhoben.

 

Ausblick 2016

 Schwerpunktsetzung für die KPB Euskirchen im Jahr 2016

„Senkung der Unfälle mit Verunglückten“

 

Das Hauptproblem der Kreispolizeibehörde Euskirchen bleibt weiterhin die zu hohen Geschwindigkeiten im Straßenverkehr und die damit verbundenen hohen Verunglücktenzahlen. Dabei rücken insbesondere die Zielgruppen „Junge Fahrer“ im PKW (18 – 24 Jahre) und „Kradfahrer“ in den Fokus.

Zielsetzung:

Die VHZ des Jahres 2015 in Höhe von 474 ist verbessert.

Die Zahl der Unfälle mit Verunglückten des Jahres 2015 in Höhe von 891 ist reduziert.

 

Schwerpunkte

  • Geschwindigkeitskontrollen ohne Anhalten (mit ES 3.0 Messfahrzeug)
  • Geschwindigkeitskontrollen mit Anhalten (mit Lasermessgeräten)
  • Schwerpunktkontrollmaßnahmen während den TISPOL-Kontrollwochen „Operation Speed“
  • Schwerpunktkontrollmaßnahmen im Rahmen der trinationalen Zusammenarbeit im Facharbeitskreis Verkehr der NeBeDeAGPol
  • Fortführung der Kooperation im „Linksrheinischen Qualitätszirkel Kradfahrer“ mit den Nachbarbehörden Düren und Aachen
  • weitere Zusammenarbeit im Projekt „Motorradfahren in der Eifel, aber sicher!“ des PP Trier
  • Überwachung des Kradverkehrs durch das Provida-Krad
  • regelmäßige Zweiradkontrollen, insbesondere durch uniformierte Kradfahrer
  • Zusammenarbeit mit der PZ Eifel/Belgien im Grenzbereich mit Schwerpunkt u. a. Überwachung des Schwerlastverkehrs

 

Der für das Jahr 2016 angekündigte 24 h-Blitzmarathon sowie weitere mehrtägige Kontrollaktionen zur Bekämpfung von Kradfahrerunfällen werden zusätzliche Schwerpunktmaßnahmen bei den Kontrolltätigkeiten sein.

Prävention und Verkehrssicherheitsberatung 

Kreisweit konnten im vergangenen Jahr bei 10 „Crash Kurs NRW“-Veranstaltungen an weiterführenden Schulen und Berufskollegs etwa 2.500 junge Menschen erreicht werden.

Davon wurden 2 Sonderveranstaltungen für die Einstellungsjahrgänge 2014 und 2015 beim Bundespolizeiausbildungszentrum Swisttal-Heimerzheim durchgeführt.

2016 wurde bereits eine Crash Kurs NRW-Veranstaltung durchgeführt und 8 weitere sind in Planung.

Mit der Crash Kurs NRW-Veranstaltung im Januar 2016 wurde die 10.000er Teilnehmergrenze überschritten.

Bildquellen:

  • Polizei Pressestelle: Polizei

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