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Waghalsige Verfolgungsfahrt

Zuletzt aktualisiert am 6. Juni 2018 11:34 Uhr von Presse-Eifel

Dahlem-Schmidtheim – Einer Streifenwagenbesatzung fiel
am Dienstagabend (22.16 Uhr) ein Auto im Gegenverkehr auf der
Hauptstraße in Schmidtheim auf. Der Fahrer bemerkte das Wenden des
Streifenwagens und setzte daraufhin seine Fahrt mit erhöhter
Geschwindigkeit fort. Dabei missachtete er die gegebenen
Anhaltezeichen. Mehrfach wurde der Fahrer auch über die
Außenlautsprecher zum Anhalten aufgefordert.

Der Mann setzte seine waghalsige Fahrt in Richtung
Blankenheimerdorf, Nonnenbach, Ahrmühle, Alendorf und Ripsdorf
teilweise mit ca. 150 km/h fort. Dabei nutzte er in Schlangenlinien
fahrend überwiegend die Fahrbahnmitte. Zu konkreten Gefährdungen
anderer Personen oder Verkehrsteilnehmern kam es nicht.

Nach dem Befahren eines Feldweges führte die Fahrt durch Ripsdorf
in Richtung Blankenheim, später durch den Ort selbst. Einem weiteren
Streifenwagen bot sich nun die Möglichkeit, das Einsatzfahrzeug unter
einem Torbogen („Georgstor“) abzustellen. Die Beamten verließen das
Auto. Um 22.37 Uhr endete die wilde Verfolgungsfahrt an der
stationären Sperre, da der Flüchtende den Engpass nicht passieren
konnte. Ein weiterer Streifenwagen verhinderte zudem ein
Zurücksetzen.

Der Mann wurde festgenommen. Vor dem Stopp konnte beobachtet
werden, wie er Gegenstände aus dem Fahrzeug warf.

Zur Durchsuchung des Autos wurde Drogenspürhündin „Ulla“
eingesetzt. Die Deutsche Schäferhündin fand im Fahrzeuginneren dank
ihrer guten Nase weitere Drogen und Zubehör.

Bei dem Tatverdächtigen handelte es sich um einen 28-Jährigen aus
der Gemeinde Kall. Er hatte bei seiner Festnahme 0,32 Promille. Über
einen Führerschein verfügte er nicht. Das Fahrzeug befand sich zudem
in einem schlechten technischen Zustand.

Der Mann gab gegenüber den Polizisten an, dass er einen großen
Fehler gemacht habe. Er hätte gedacht, er könne sich der Kontrolle
entziehen. Im Verlauf der Fahrt habe er kopflos gehandelt und nicht
mehr nachgedacht. Ihm drohen nun mehrere Anzeigen.

Bildquellen:

  • Krad-Konzept PP Essenim Auftrag des MIK NRW, Foto: Jochen Tack: OTS

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