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Neues Fahrzeug für die Wehr

Zuletzt aktualisiert am 9. März 2016 19:30 Uhr von Presse-Eifel

Etat-Ansatz von 75.000 Euro unterschritten – Gäste aus der belgischen Partnerstadt Mol kamen zur Einweihung – Wechsel

in der Führung des Löschzuges – Thomas Golüke und Werner Lang haben das Kommando offiziell übernommen

 

Kall (ProfiPress) – Beim Löschzug Kall gab es jetzt gleich mehrere Gründe zum Feiern: Der Wehr wurde ein neues Einsatzfahrzeug übergeben, zwei junge Männer wurden befördert und ein neuer Löschzugführer sowie dessen Stellvertreter wurden in ihre Ämter eingeführt. Für all diese Anlässe war das Feuerwehrgerätehaus in eine geschmückte Festhalle verwandelt worden.

 

Neben den Feuerwehrangehörigen und Gästen aus Rat und Verwaltung konnten Gemeinde-Wehrleiter Harald Heinen und Bürgermeister Herbert Radermacher mit David Davids und Peter Willekens auch zwei Mitglieder der Feuerwehr aus der belgischen Partnerstadt Mol begrüßen, was den Bürgermeister besonders freute. Er sei dankbar, sagte er, dass die Feuerwehren aus Kall und Mol ihre Partnerschaft mit Leben füllten.

 

Bevor er den Schlüssel des neuen Gerätewagens -Logistik an Wehrleiter Harald Heinen übergab, berichtete Radermacher, dass die Ersatzbeschaffung für den alten Gerätewagen (GW) längst überfällig gewesen sei. Bei dem neuen GW handele es sich jedoch um ein gebrauchtes Fahrzeug, das die Gemeinde zum Preis von 54.000 Euro erworben habe. Sein Dank galt den Wehrleuten, die das Fahrzeug umgerüstet haben.

 

Der bisherige GW sei 1992 ebenfalls gebraucht gekauft und damals in Eigenleistung umgerüstet worden. Fast 25 Jahre habe der Wagen für den Materialtransport gedient, wobei er in dieser Zeit insbesondere als Begleitfahrzeug für den Kranwagen „Goliath“ im Einsatz gewesen sei.

Bei dem neuen, im Jahr 2011erstmals zugelassenen Fahrzeug handele es sich um einen 250 PS starken MAN mit geschlossenem Kofferaufbau, einer hydraulischen Ladebordwand und einem zulässigen Gesamtgewicht von 14 Tonnen. Eingesetzt werden soll der neue GW-Logistik bei Gefahrgut-Unfällen, bei Hochwasser sowie zur Sicherung von Materialnachschub und -versorgung.

In Eigenleistung sei auch der Innenausbau des Fahrzeugs erfolgt. Zudem habe man zusätzliche Rollcontainer angeschafft. Für das Fahrzeug sei eine Restnutzungsdauer von 20 Jahren vorgesehen. Die Gesamtkosten für den Kauf des Gebraucht-Lkw und für die feuerwehrtechnische Umrüstung hätten am Ende erheblich unter dem Haushaltsansatz von 75.000 Euro gelegen, berichtete Wehrleiter Heinen. Ein vergleichbares Neufahrzeug hätte die Gemeinde Kall rund 130.000 Euro gekostet.

 

Nachdem der katholische Pfarrer Hajo Hellwig und sein evangelischer Amtsbruder Christoph Ude dem neuen GW den kirchlichen Segen gegeben hatten, überreichte Wehrleiter Harald Heinen den Fahrzeugschlüssel offiziell an Löschzugführer Thomas Golüke. Harald Heinen nutzte die Feierstunde dazu, zwei junge Wehrmitglieder zu befördern. Nach erfolgreich bestandenen Lehrgängen ernannte Heinen Alexander Lang und Thomas Przytarski zu Oberfeuerwehrmännern.

 

Auch der Wechsel in der Löschzugführung, die sich zum Jahresbeginn verändert hat, wurde nun offiziell vollzogen. Bürgermeister Herbert Radermacher und Wehrleiter Heinen dankten Gemeindebrandinspektor Frank Dreßen, der sein Amt als Löschzugführer Ende 2014 zur Verfügung gestellt hatte, für seine jahrelange kompetente und ehrenamtliche Arbeit.

 

Als Nachfolger von Frank Dreßen hatte der Löschzug dem Wehrleiter den Brandinspektor Thomas Golüke, den bisherigen Stellvertreter von Dreßen, vorgeschlagen. Auch war es Wunsch des Löschzuges, dass Brandinspektor Werner Lang das Amt des Stellvertreters übernehmen soll. Dem kam Harald Heinen nun nach und ernannte Thomas Golüke zum Löschzugführer und Werner Lang zum Stellvertreter. Aktuell verfüge der Löschzug Kall über 38 aktive Einsatzkräfte, berichtete Heinen.

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