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Das Smart Home auf dem Vormarsch

Kaum haben wir uns an eine digitale Welt gewöhnt, steht auch schon das nächste Zeitalter vor der Tür: Die Ära der künstlichen Intelligenz (KI). Denn was uns vor zehn bis zwanzig Jahren noch wie die fantasievollen Erfindungen eines Sci-Fi-Films vorkam, ist heute bereits gelebte Wirklichkeit. Und oftmals merken wir noch nicht einmal, wenn uns KI im Alltag begegnet. Intelligente Bots verfolgen zum Beispiel unsere Gewohnheiten im Netz und entwerfen exakte Nutzerprofile, die auf unserem Kauf- und Surfverhalten basieren. Und statt eines manuellen Passworts nutzen viele bereits die automatische Gesichtserkennung, um Ihr Handy zu entsperren.

Aber KI ist nicht unbedingt eine neue Erfindung. Bereits in den 50er Jahren entwickelten Wissenschaftler Computer, die Menschen überlegen waren und sie in Spielen wie Dame oder Schach schlagen konnten. Und schon damals hatte man eine leise Ahnung, wie KI-gesteuerte Computerprogramme unsere Zukunft maßgeblich verändern würden. Diese Veränderungen müssen natürlich nichts Negatives bedeuten. Denn künstliche Intelligent kann unser Leben nicht nur leichter, sondern auch sicherer machen. Das trifft besonders dann zu, wenn wir unser Haus oder unsere Wohnung in ein Smart Home verwandeln. Welche genauen Vorteile das Wohnen der Zukunft hat, steht hier.

Energieverbrauch senken

Wer früher dachte, dass das Smart Home nur etwas für Menschen ist, die Bequemlichkeit und Technik lieben, musste in den letzten Jahren seine Meinung gründlich ändern. Denn mittlerweile weiß man, dass sich durch technologische Innovationen im Haushalt viel Energie und so auch Geld sparen lässt. Intelligente Stromleisten sorgen zum Beispiel dafür, dass elektronische Geräte nicht im Standby-Modus unnötigen Strom verbrauchen. Und kluge Thermostate registrieren sofort, wenn ein Fenster geöffnet wird und schalten Heizkörper automatisch ab oder herunter. Schon länger benutzen Hausbesitzer auch intelligente Beleuchtungsanalgen, die Dank Bewegungsmeldern nur dann eingeschaltet werden, wenn sie gebraucht werden. Das Smart Home bietet uns also jede Menge Optionen, den Energieverbrauch zu senken. 

Sicherer gegen Einbrüche

Die neuesten Smart-Home-Technologien sorgen auch dafür, dass wir sicherer leben. In einer Welt, in der es immer mehr Einbrüche gibt, ist dies wichtiger denn je. Dabei dient das Handy dank verschiedener Apps als zentrale Steuerung bzw. Fernbedienung. Hat man zum Beispiel vergessen, ein Fenster zu schließen, kann man dank App von überall aus ganz bequem die smarten Rollläden herunterfahren. Auch Alarmanlagen sind direkt mit dem Smartphone verbunden: Sobald sich jemand unerlaubter Weise auf dem Grundstück befindet, bekommen wir eine Meldung. Anwesenheits-Simulationen sorgen auch dafür, dass man während eines Urlaubs Fernseher, Lichter oder Musikanlagen an und ausschalten kann und so den Anschein erweckt, es sei jemand zuhause.

Gedrosselter Wasserverbrauch

Mit KI-Lösungen kann man nicht nur Strom sparen, sondern auch Wasser. Gerade im Badezimmer, wo es einen relativen hohen Wasserverbrauch gibt, sind bestimmte Vorrichtungen sinnvoll. Intelligente Duschen kann man zum Beispiel so programmieren, dass erst Wasser aus der Brause kommt, wenn die richtige Temperatur erreicht ist. Nutzerfreundliche Armaturen haben außerdem eine Pause-Funktion, die dafür sorgt, dass während des Einseifens nicht unnötig Wasser, Seife oder Shampoo verschwendet wird. Aber auch für Grünflächen und Beete, die regelmäßig bewässert werden müssen, gibt es tolle Lösungen wie smarte Bewässerungssysteme mit Sensoren, die die Feuchtigkeit des Erdbodens überprüfen.

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Weniger Nahrungsmittelverschwendung  

Hierzulande werden jedes Jahr 12 Millionen Tonnen Lebensmittel in den Abfalleimer befördert. Pro Kopf entspricht das ungefähr 75 kg. Mit einer smarten Küche kann diese Zahl um einiges reduziert werden. Intelligente Kühlschränke mit Kameras und Internet-Anschluss beobachten genau, welche Nahrungsmittel noch vorhanden sind und wann diese ablaufen. Via App kann man sich so vom Geschäft aus in seinen Kühlschrank einloggen und die richtigen Produkte einkaufen. Manche Geräte schlagen sogar Kochrezepte vor, die aus überschüssigen Zutaten bestehen. Die schlauen Kästen schicken uns übrigens auch eine Nachricht über das Smartphone, wenn die Tür nicht richtig geschlossen wurde.

Selbstständiges Wohnen

Eins ist klar: Das Smart Home erleichtert Aufgaben im Alltag und hilft uns auch dabei, Geld zu sparen und die Umwelt zu schonen. Für manche Menschen sind KI-Technologien jedoch noch viel mehr als das. Wegen ihrer körperlichen Einschränkungen sind sie in ihrem alltäglichen Leben auf technische Hilfen angewiesen. Diese entwickeln sich immer weiter und ermöglichen so ein autonomeres Wohnen. Intelligente Lautsprecher wie Siri und Alexa reagieren auf Sprachbefehle und werden mit Geräten oder Systemen im Haus verbunden, die so auf einfachste Art gesteuert werden können. So muss jemand mit Mobilitätseinschränkungen zum Beispiel nicht mehr den Lichtschalter aufsuchen oder den Heizkörper manuell herunterdrehen.

Bildquellen:

  • Smart Home: Unsplash
  • Haus: Unsplash

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