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312 Kilometer rund um Mallorca

„Mallorca 312“ ist eine der härtesten Radmarathons in Europa – Unter 3000 Startern auch drei Radsportfans aus Kommern – Alle drei erreichten das Ziel – Dominic Aigner wurde Fünfter

Mechernich-Kommern/ Mallorca – Radsportler, die sich auf die ganz langen Strecken verlegen, müssen sich von Laien manchmal einiges anhören: „312 Kilometer auf dem Fahrrad, da habe ich ein Auto für.“ So oder so ähnlich ging es auch den drei Startern aus Kommern, die am bei der Veranstaltung „Mallorca 312“ an den Start gingen. Monika Oberauner (fuhr die „Kurzstrecke“), Ehemann Wilfried und Dominic Aigner (beide auf der langen Strecke unterwegs) waren auf die Urlaubsinsel gereist, um sich dem Abenteuer zu stellen.

Die Sportler konnten zwischen zwei Strecken wählen, der Marathondistanz mit 312 Kilometern und 4300 Höhenmeter und der „Kurzstrecke“ mit 167 Kilometern und 2600 Höhenmetern Beide Rennen starteten an der Nordküste gestartet in Playa de Muro. Auf der Langstrecke musste die gesamte Insel umrundet werden. Neun „Colle“ (Pässe) waren dabei zu bewältigen, darunter der Puig Major, der mit 1445 Metern der höchste Berg der Balearen-Insel ist. Die Richtzeit für den Marathon hatte der Veranstalter bei 14 Stunden angesetzt. Auch die 167-Kilometer-Runde führte über den Puig Major sowie über vier weitere, allerdings bedeutend niedrigere Pässe. Sie führte die Nordwestküste entlang bis Valldemossa, und zurück nach Playa de Muro, durch die Sierra de Tramuntana. Erst nach 90 Kilometern mussten sich die Teilnehmer entscheiden, ob sie vielleicht doch noch die lange Runde um die ganze Insel in Angriff nahmen.

Von Beginn an in der Spitzengruppe fuhr bei der Langdistanz der Kommern Radsportler Dominic Aigner. Er hatte sich seit November 2014 auf das Rennen vorbereitet und dabei rund 6000 Kilometer auf Eifelstraßen zurückgelegt: „Dazu kommen noch etliche Kilometer auf der Rolle bei allzu schlechtem Wetter“, meint er nach dem Rennen. Dass er sofort vorn mit dabei war, wunderte ihn nicht: „Ich wusste was ich trainiert habe und was ich drauf habe. Zudem habe ich mich im Vorfeld bereits sehr wohl auf dem Rad gefühlt und bin gut, ohne gesundheitliche Probleme durch den Winter gekommen“, berichtet er. Allerdings gebe es im Marathonbereich ganz schöne Cracks, und da es sein erster Marathon war, wusste er seine Chancen nicht genau einzuordnen.“

So hatte er sich zum Minimalziel gesetzt, die 312 Kilometer unter zehn Stunden zu absolvieren. Das allerdings unterbot er dann bei Weitem. Nach acht Stunden, 52 Minuten und 45 Sekunden erreichter Dominic Aigner als fünfter im Gesamtklassement das Ziel in Playa de Muro. Trotz der guten Vorbereitung blieb er dabei aber nicht frei von Schmerzen: „Was es mir schwer gemacht hat, war, dass ich schon früh einen ersten Krampf hatte. Da wurde ich unsicher, denn es waren gerade mal 150 Kilometer – also nicht mal die Hälfte – gefahren.“ Doch mit Energieriegeln, Getränken und Gels hielt Aigner durch und konnte sogar kurz vom Sieg träumen: „Nach der Verpflegung in Porto Cristo sah es zeitweise sehr gut aus, aber es waren noch 50 Kilometer zu fahren. Ich habe mit dem Sieg geliebäugelt, aber die Leute in meinem Nacken waren alle nicht ohne…“ so Aigner. Dass er dann am Schluss tatsächlich in der Gruppe gewesen sei, die den Sieg unter sich ausgemacht hat, mache ihn sehr zufrieden.

Wilfried Oberauner schaffte die gleiche Strecke in elf Stunden, 21 Minuaten und war damit über eine halbe Stunde schneller als im vergangenen Jahr. Seine Frau Monika startet bei der „kleinen Runde“ über 167 Kilometer und erreichte nach hervorragenden sieben Stunden und zwölf Minuten als 52. Frau das Ziel.

Dominic Aigner übrigens hat bereits die nächste Herausforderung ins Auge gefasst: Ende Mai nimmt er gemeinsam mit seinem Freund René Lausberg bei der Deutschen Meisterschaft am Alfsee (bei Osnabrück) am 24-Stunden- Mountainbike-Rennen teil. Das Zweierteam wird dabei einen ganzen Tag lang abwechselnd auf einem Rundkurs von knapp zwölf Kilometern und 160 Höhenmetern unterwegs sein.

pp/Agentur ProfiPress

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  • PP 2904 Radmarathon Mallorca PD 1: Privat/pp/Agentur ProfiPress

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