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Das 100-m-Radioteleskop Effelsberg

Das Max-Planck-Institut für Radioastronomie bietet in Zusammenarbeit mit der Kurverwaltung jedes Jahr eine öffentliche Vortragsreihe in Bad Münstereifel an. Die Vorträge finden zwischen April und November, einmal pro Monat jeweils an einem Mittwoch (meist der 1. Mittwoch im Monat), statt und beginnen um 19:30 Uhr.
Die Vorträge werden im Rats- und Bürgersaal im 1. Stock des Rathauses von Bad Münstereifel (Marktstraße 15) durchgeführt. Der Eintritt ist frei.

In einem Tal bei Effelsberg, einem Ortsteil der Gemeinde Bad Münstereifel, steht seit Anfang der 1970er Jahre eines der größten Radioteleskope der Welt. Über vier Jahrzehnte erfolgreiche Forschungsarbeit – damit erfasst das 100-m-Teleskop inzwischen 50% der Zeit, in mit der Untersuchung von Radiostrahlung aus dem Universum ein zweites Fenster ins Weltall eröffnet wurde. Im Lauf der Zeit sind die Empfangssysteme für das 100-m-Teleskop um ein Vielfaches empfindlicher geworden, aber die Beobachtungen werden auch durch eine immer umfassendere kommerzielle Nutzung von Frequenzbändern zunehmend erschwert.
Der Vortrag gibt einen Überblick über die aktuelle Forschung mit dem 100-m-Teleskop, die Beobachtungen bei hoher Zeitauflösung zur Erforschung von Pulsaren und bei hoher Frequenzauflösung für Spektrallinien von Atomen und Molekülen umfasst. Die Beobachtung polarisierter Radiostrahlung ermöglicht die Untersuchung von kosmischen Magnetfeldern und ein weltweit zusammengeschaltetes Netzwerk von Radioteleskopen im VLBI- („Very Long Baseline Interferometry“) Verbund zeigt Details von fernen Galaxien bei sehr hoher Winkelauflösung.
Über 40 Jahre nach seiner Fertigstellung steht das 100-m-Radioteleskop Effelsberg immer noch an der Vorderfront astronomischer Forschung und zählt zu den leistungsstärksten Teleskopen weltweit.
Biographische Angaben:
Dr. Norbert Junkes hat von 1979 bis 1986 an der Universität Bonn Physik und Astronomie studiert (Diplomarbeit 1986), und dann 1989 am Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR) im Fach Astronomie zum Thema „Supernova-Überreste und ihre Wechselwirkung mit dem interstellaren Medium“ promoviert. Nach wissenschaftlicher Tätigkeit in Australien (Australia Telescope National Facility, ATNF, Sydney), in Kiel (Institut für Theoretische Physik und Astrophysik) und in Potsdam (Astrophysikalisches Institut Potsdam, AIP) arbeitet er seit Februar 1998 am MPIfR im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. Norbert Junkes war von 2008 bis 2014 Vorstandsmitglied der Astronomischen Gesellschaft.

Bildquellen:

  • Radioteleskop Effelsberg: Stadt Bad Münstereifel

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