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Erhalten, unterhalten, mit Leben füllen

Freunde und Förderer des Klosters Steinfeld begeistert von Plänen zur Erweiterung des Gästehauses – Ziel: Gesunde Basis für Erhalt des Klosters – Zwei neue Mitglieder in den Vorstand gewählt

Kall-Steinfeld – „Das wird kein elitäres Fünf-Sterne-Hotel weil es schick ist, im Kloster zu tagen. Wir machen den Umbau für den Erhalt des Klosters und deshalb bleibt es auch ein Gästehaus, in dem es anstelle einer Rezeption eine Pforte gibt.“ Wolfgang Scheidtweiler hat klare Vorstellungen von seinem Bauprojekt im Salvatorianer Kloster Steinfeld. Bei der Mitgliederversammlung des Förderkreises Kloster Steinfeld hatte er viele interessierte Zuhörer, die gespannt erwarten, wie es nun weitergeht.

Wolfgang Scheidtweiler, aus Mechernich-Wachendorf stammender Ingenieur und Unternehmer im Hotel- und Brauereibereich, möchte das Kloster Steinfeld auf eine gesunde finanzielle Basis stellen. Seit seiner Kindheit ist er dem Kloster verbunden und entschied sich, sofort zu handeln, als er von den finanziellen Problemen der Salvatorianer in Steinfeld hörte.

Als erfolgreicher Unternehmer möchte Scheidtweiler das Kloster sowohl finanziell, als auch mit seinem Know-how unterstützen. Zukünftig wolle er den Betrieb des Klosters mit dem Orden der Salvatorianer gemeinsam stemmen. Dazu sollen nun 63 Doppelzimmer in den Räumen entstehen, in denen früher die Internatsschüler untergebracht waren. Zum 1. Juni soll das erweiterte Gästehaus bezugsfertig sein – getreu dem Klosterleben ohne übertriebenen Luxus.

Die Mitglieder aus dem „Kreis der Freunde und Förderer des Klosters Steinfeld“ zeigten sich allesamt begeistert von den Plänen des Wachendorfers. „Es ist alles in den Rahmen des Möglichen gerückt, mit Ihrer Hilfe wird es hier weitergehen“, freute sich Landrat Günter Rosenke, Vorsitzender des Fördervereins. Alle haben dabei ein gemeinsames Ziel vor Augen: „Wir wollen hier keinen Reibach machen, sondern das Kloster erhalten und unterhalten und es mit Leben füllen“, so Scheidtweiler.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung durften die „Freunde und Förderer“ die Baustelle besichtigen. Wolfgang Scheidtweiler legt viel Wert darauf, dass die Gäste ihre Zeit nicht allein in den Zimmern verbringen. Zusätzlich zu den Aufenthaltsräume im bestehenden Gästehaus würden deshalb ehemalige Primanerzimmer im Klostergebäude zu Lounges umgebaut, wo man gemütlich die Abende verbringen könnte. Geplant ist außerdem, in weiterer Zukunft das Refektorium der Mönche als Museum für Schätze von Kirchen und Klöstern öffentlich zugänglich zu machen.

„Ich habe das von Herzen kommende Bedürfnis, Ihnen zu danken“, äußerte sich Hans Bösch, Beisitzer im Vorstand des Fördervereins. Auch Günter Rosenkes Dankesworte, in denen er Wolfgang Scheidtweiler als „rettenden Engel“ bezeichnete, stießen bei den versammelten Mitgliedern auf breite Zustimmung.

Der Förderverein zählt aktuell 175 Mitglieder. Hans Bösch gab als Anregung mit auf den Weg, dass bis zum nächsten Jahr jeder der rund 30 Anwesenden ein weiteres Mitglied für den Kreis der Freunde und Förderer werben könne, um über die Marke von 200 Mitgliedern zu kommen. „Das wäre ein erfreuliches Echo“, so Bösch.

Der Förderverein stellt sich unter anderem den Aufgaben zum Erhalt und zur Pflege der kulturhistorischen Stätte Kloster Steinfeld sowie der Förderung von Musik und Kunst. Vor diesem Hintergrund wurde beschlossen, im Sinne des Denkmalschutzes eine Wandmalerei aus dem 14. Jahrhundert zu restaurieren – die Kreuzigungsgruppe in der Basilika. Angeregt wurde darüber hinaus eine Spende, um langfristig einen guten Flügel für Konzertgelegenheiten anzuschaffen.

Letzte Vorbereitungen laufen derzeit für das 70. Eifeler Musikfest am Wochenende, 30. und 31. Mai. Dass ein großer Teil des Programms von einheimischen Kräften gestaltet würde, sei ein besonderes Charakteristikum des Musikfestes, erklärte Günter Rosenke.

„Was dort geboten wird ist erstklassig und vorzeigewürdig und inzwischen über die Kreisgrenzen hinaus bekannt.“ Auf dem Programm stehen in diesem Jahr ein Kammerkonzert mit anschließendem musikalischen Festmenü am Samstag, 30. Mai, sowie Hochamt und Festkonzert in der Basilika am Sonntag, 31. Mai. Der Andrang im Vorverkauf sei noch nie so groß gewesen, betonte der Landrat.

Um zwei Stellen im Vorstand des Fördervereins neu zu besetzen stand in der Mitgliederversammlung eine Ergänzungswahl an. Einstimmig wurde Pater Paul Cyrys zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Er tritt damit die Nachfolge des bisherigen Superiors Pater Peter Daubner an, der sich für die Salvatorianer in Süddeutschland neuen Aufgaben widmet. Als Beisitzerin wurde einstimmig Anna Esser gewählt, die lange Zeit in der Gemeindeverwaltung Kall beschäftigt gewesen war. Sie übernimmt das Amt der kürzlich verstorbenen Annemarie Becker.

pp/Agentur ProfiPress

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