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Neuer Kramp-Roman ist da: „Totholz“

Zuletzt aktualisiert am 10. Juni 2015 13:02 Uhr von Presse-Eifel

Bei der Buchvorstellung sprach der Autor über seine Liebe zur Eifel, eine überwundene Sinnkrise und stellte nächsten Herbie-Feldmann-Roman in Aussicht

Euskirchen – Sechs Jahre mussten sich Krimifans bis zum Erscheinen von Ralf Kramps neuem Eifelkrimi gedulden, aber nun hat das Warten ein Ende: „Totholz“ heißt der Roman um Schlitzohr Jo Frings, den die Leser schon aus „Stimmen im Wald“ kennen. Jo Frings ist kein Polizist, ermittelt aber auch diesmal wieder.

Die amerikanische Künstlerin Lorna, die in der Abgeschiedenheit der alten Sägemühle neue Inspiration sucht, verschwindet plötzlich spurlos. Erst kürzlich hat sie Jo gegenüber einen mysteriösen Fund im Wald erwähnt und damit seine Neugier geweckt. Lornas Verschwinden ist nur der Auftakt einer Reihe schrecklicher Geschehnisse. Ohne es zu ahnen, gerät Jo bei der Suche nach den Hintergründen in ein Netz von tragischen Verstrickungen.

Kramp vereint in seinem Roman erneut einen spannenden Kriminalfall mit der amüsanten Beschreibung seines Protagonisten Jo Frings, der sich das Landleben einfacher vorgestellt hat. „Die Idee war schon nach dem letzten Buch da und die ersten 60 Seiten schnell geschrieben“, erklärte der Autor und Verleger jetzt bei der Buchpräsentation vor Vertretern der Medien in seiner Geburtsstadt Euskirchen. Doch dann folgten der Umbau und der Umzug ins neue Domizil des von Kramp und seiner Ehefrau Monika betriebenen Hillesheimer Kriminalhauses, zwei Bände mit Kurzgeschichten sowie allein 90 Lesungen im vergangenen Jahr. Für einen Roman habe es schlicht an Muße und Zeit gemangelt. „Ich bin kein Romanautor mehr“, habe er sogar befürchtet. Die zeitweilige Sinnkrise hat sich dann doch nicht bestätigt, denn in den zurückliegenden Frühlingsmonaten schrieb er die restlichen 230 Seiten für „Totholz“ in einem Rutsch herunter und stellte aufatmend fest: „Es klappt noch.“

Auch der zumeist positiven Kritik von Ehefrau Monika, die stets als Erste seine Bücher liest, durfte er sich wieder sicher sein. Wie stets in seinen Romanen, habe er vorrangig Wert auf eine gut aufgebaute Geschichte gelegt. Den hohen journalistischen Anspruch, den etwa Schriftsteller-Kollege Jaques Berndorf habe, gebe es bei ihm nicht, erklärte Kramp. Knifflig beim Krimischreiben sei, einerseits Hinweise auf den Täter einzustreuen, den Leser andererseits aber nicht zu früh auf die Spur zu bringen. Und noch etwas sei ihm wichtig, betonte er bei der Buchvorstellung im Café „Kulturhof“ neben der Euskirchener Stadtbücherei: „Ich liebe die Eifel, und das trage ich auch nach draußen.“ Niemals würde er sich in seinen Büchern über die Eifeler lustig machen: „Das passt nicht in meine Verantwortung als Autor.“

Eine gute Nachricht hatte Ralf Kramp zu guter Letzt für alle Herbie-Feldmann-Fans: Das nächste Buch soll auf jeden Fall wieder von dem spinnerten Helden und seinem unsichtbaren Begleiter Justus handeln. „Obwohl ich noch nie so viel positive Kritik wie für ‚Stimmen im Wald‘ erhalten habe, fragen alle nach Herbie. Die Leserschaft will Feldmann lesen“, sagte er schmunzelnd.

Kramps neuer Roman „Totholz“ ist als 293 Seiten starkes Taschenbuch ab sofort im Buchhandel erhältlich. Das zeitgleich zu Buch und E-Book erscheinende Hörbuch wird vom Autor gelesen.

Premierenlesungen finden am Mittwoch, 10. Juni, 19.30 Uhr, im Alten Casino in Euskirchen, am Freitag, 26. Juni, 19.30 Uhr im Literaturhaus in Nettersheim/Buchhandlung Lesezeichen und am Donnerstag, 16. Juli, 19 Uhr im Café Sherlock in Hillesheim statt.

pp/Agentur ProfiPress

Bildquellen:

  • Kramp neuer Roman002: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

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